Burg und das Gastgewerbe

Dauer: 24.01.-19.04.20

Schloss Burg ist auf das Engste mit dem umgebenden Stadtteil verbunden. Schon im 19. Jahrhundert, als das Schloss langsam zur Ruine verkam, zog es die Menschen aus den umliegenden Dörfern und Städten in die Wupperberge rund um das Schloss. Beginnend mit dem Wiederaufbau der Anlage ab 1890 stiegen die Besucherzahlen erheblich an. Bereits als Baustelle entwickelte sich das Schloss zu einem Touristenmagneten. Zahlreiche Gaststätten entstanden in den typisch bergischen Häusern in Ober- und Unterburg. In der Blütezeit waren zeitgleich über 30 Gaststätten, Hotels, Cafés oder einfache Schänken in Betrieb.

Die Ausstellung will zeigen, wie in diesen Häusern gearbeitet worden ist. Im Haupterwerb und Nebenerwerb, große Hotels und einfache Schänken, bei denen am Wochenende die Tische vor die Tür gestellt wurden.

Die Ausstellung im Rahmen des Themenjahres „Ganz viel Arbeit“ der bergischen Museen zeigt die rasante Entwicklung von den 1880er Jahren bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Wesentlich ist auch die Infrastruktur, die indirekt oder direkt mit dem boomenden Tourismus verbunden ist. So z.B. der Bau der Wermelskirchen-Burger Eisenbahn im Jahr 1889 oder der Seilbahn im Jahr 1952. Aber auch Einrichtungen in der näheren Umgebung, wie z.B. die Remscheider Talsperre, setzten wichtige Impulse zur touristischen Entwicklung des Standortes Burg.