Julius Schumacher (1827 – 1902) Fabrikant aus Wermelskirchen

Schumacher war der Mitbegründer des Schlossbauvereins und bis zu seinem Tod 1. Vorsitzender. Durch sein Engagement wurde am 1. April 1890 mit dem Wiederaufbau von Schloss Burg begonnen. Für seine Verdienste wurde er mit dem Titel eines königlichen Kommerzienrates bedacht, er wurde Ehrenbürger der Stadt Burg und erhielt den Kronenorden IV. Klasse und 1899 beim Besuch Kaiser Wilhelms II. auf Schloss Burg den roten Adlerorden II. Klasse.

Lit.: „Wermelskirchener Erinnerungen der Familie Schumacher aus dem 19. Jh.“

 

Gerhard August Fischer (1833 – 1906) Architekt aus Barmen, verheiratet mit Julie Moll, drei Kinder (Friedrich, Maria, Richard)

Fischer war der federführende Baumeister beim Wiederaufbau von Schloss Burg an der Wupper. 1886 wurde er durch das „Provisorische Komitee zur Erhaltung der Schlossruine Burg an der Wupper“ mit einer Bestandsaufnahme der Ruine beauftragt. Durch Grabungen ermittelte er den Grundriss der Burg, den er im November 1978 bei der 2. JHV vorlegte. Den Wiederaufbau und die Rettung von Schloss Burg nannte Fischer den Gedanken seines Lebens. Entsprechend groß war seine Enttäuschung, als er 1902 durch einen festbesoldeten Architekten ersetz wurde.

Lit.: „Rheinische Lebensbilder“ Bd. 3, 1993

 

Paul Luchtenberg (1890 – 1973) deutscher Kulturwissenschaftler, Pädagoge und Politiker der FDP und Kultusminister NRW

Als Professor für Pädagogik, Philosophie und Psychologie lehrte er von 1925 – 1931 an der TU Darmstadt, ab 1931 an der TU Dresden, wo er 1933 entlassen wurde. Nach dem Krieg war er Mitbegründer der FDP in NRW. Von 1956 – 1958 war er Kultusminister des Landes NRW.

Von 1949 bis zu seinem Tod 1973 war er 1. Vorsitzender des Schlossbauvereins. Mit Hilfe seines politischen Einfluss förderte er die Burg, die er als Symbol der Heimat betrachtete. 1950 gründete er zusammen mit Lore Breuer – Reinmöller die Zeitschrift Romerike Berge.

Lit.: „Romerike Berge“ Bd. 2/1973; Bd.1/2010

 

Lore Breuer – Reinmöller (1 – 1980)

Breuer – Reinmöller studierte in Köln Geschichte, Philosophie und Englisch und arbeitete anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Paul Luchtenberg. Später wurde sie Chefredakteurin der Zeitschrift „Frauen“, die sie lange Jahre leitete.

Zusammen mit Paul Luchtenberg gründete sie 1950 die Zeitschrift Romerike Berge und blieb bis zu ihrem Tod Schriftleiterin der Zeitschrift.

Lit.: „Romerike Berge“ Bd. 3/1980

 

Dirk Soechting (1930), Museumsdirektor von Schloss Burg 1979 - 2005

Soechting kam als Nachfolger J. C. Roselts nach Schloss Burg. In seiner Zeit als Museumsdirektor erweiterte das Angebot von Schloss Burg um zahlreiche Märkte und Events, die teilweise, wie die Messe der Kunsthandwerker, noch heute Bestand haben. Außerdem führte er erstmalig ein Angebot an Führungen durch das Museum ein, um so die Burg für den Besucher interessanter zu machen.

Lit.: „Romerike Berge“ Bd. 3/2005

 

Johannes Christof Roselt (1926), Museumsdirektor von Schloss Burg 1959 – 1979

Roselt war der erste wissenschaftliche Leiter auf Schloss Burg. Da seine Vorgänger alle ehrenamtlich tätig waren, begann er, das Museum von einem Heimatmuseum in ein Bergisches Museum umzuwandeln. In seiner Amtszeit tätigte er zahlreiche Ankäufe von Exponaten und verhalf den Namen von Schloss Burg weiter bekannt zu machen.

Neben seiner Arbeit als Museumsdirektor schrieb er wissenschaftliche Arbeiten und Bücher über die Burg und seine Geschichte, außerdem den 1. Katalog des Museums, den er Paul Luchtenberg zu seinem 75. Geburtstag widmete.

Lit.: „Romerike Berge“ Bd. 3/1980

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